Termine

Die feierliche Eröffnung am Donnerstag, 19.03.2020 ist leider, Aufgrund der aktuellen Lage, abgesagt.

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Zwischen Kunst und Rebellion

20.03. - 29.06.2020 - Akademische Künstlerinnen aus Zwiesel im Laufe der Jahrhunderte

Zwischen den Gemälden und Entwürfen der Künstlerinnen Käthe Hoch (1873-1933) und Betty Heldrich (1869-1958) sowie der Malerin Irene Fastner (*1963) und der Bildhauerin Veronika Schagemann (*1963) liegen über 100 Jahre und Welten in den Möglichkeiten und der Entfaltung künstlerisch wirkender Frauen. So gilt Käthe Hoch als Revolutionärin, die sich mutig gegen den aufkommenden Nationalsozialismus stellte. Die Stadt Zwiesel setzt mit dieser Ausstellung ein Zeichen wider das Vergessen der beiden Künstlerinnen um 1900 und zeigt die künstlerischen Entwicklungsmöglichkeiten seit den 1970er Jahren auf.

 

 

Käthe Hoch 1873-1933

Käthe Hoch 1873-1933

Katharina Kreszenz Schöller wurde am 31. August 1873 in Zwiesel als Tochter des Eisenbahningenieurs Wilhelm Schöller und seiner zweiten Ehefrau Kreszenz geboren. Nach dem frühen Tod der Eltern wuchs sie zusammen mit zwei Schwestern bei ihrer Tante Augusta Schöller in München auf, besuchte von 1891 bis 1894 die Münchener Damenakademie und wurde Mitglied im Künstlerinnen-Verein. Käthe Hoch besuchte in Paris das Atelier Julliard und hatte Kontakt mit dem Künstler Henri Toulouse-Lautrec. Sie war zweimal verheiratet und geschieden sowie Mutter von drei Kindern. Käthe Hoch war Mitglied im von Oskar Maria Graf gegründeten Jung-Münchner Kulturbund, der sich gegen den aufkommenden Nationalismus stellte. Im März 1933 stürmte die SA ihre Wohnung mit Atelier in München, Georgenstraße 68/4, und verwüstet diese. Käthe Hoch starb kurz darauf am 31. Mai 1933.

Betty Heldrich 1869-1958

Als Tochter des königl. Forstmeisters und Feuerwehrhauptmanns Friedrich Heldrich und seiner Gattin Hermine in Zwiesel geboren, nahm die hochbegabte Zeichnerin von 1893 bis 1896 Privatunterricht für Bildnis, Landschaftsmalerei und Stillleben bei Prof. Carl Fleischmann in Nürnberg. An der Königl. Kunstgewerbeschule in München legte Betty Heldrich 1899 die Lehramtsprüfung zur Zeichenlehrerin ab. Im gleichen Jahr wurde sie Mitglied im Münchener Künstlerinnen-Verein und studierte bis 1903/1904 an der Damenakademie u.a. bei Prof. Maximilian Dasio. Hier vertiefte sie ihre Fertigkeiten in der Porträtmalerei. Betty Heldrich stellte regelmäßig im Münchner Glaspalast aus. Schwerpunkte ihres Schaffens sind hochwertige Porträts, Landschaften und Stillleben. Daneben arbeitete sie erfolgreich als Illustratorin und Glasgestalterin für die Familie von Poschinger.

Veronika Schagemann geb. 1963

 

Ich wünsche unseren Gedanken Leichtigkeit im Flug und unseren Herzen Zuversicht. (Veronika Schagemann)

Veronika Schagemann studierte nach ihrer Restauratorenausbildung zunächst an der Fachschule für Holzbildhauerei in Garmisch, danach Bildhauerei bei Prof. Hans Ladner an der Kunstakademie München. Ihre Arbeiten bewegen sich im Spannungsfeld zwischen dem selbstvergessenen Herausfließen lassen unbewusster Emotionen und dem Willen zur Darstellung und zum bewussten Ausdruck. Eine reduzierte, abstrakte und ausdrucksstarke Formensprache zeichnet ihre Skulpturen aus. Veronika Schagemann ist als Bildhauerin und Malerin, Sängerin, Schauspielerin und Lehrerin ein Multitalent, aus dem kulturellen Leben in Zwiesel nicht

Irene Fastner geb. 1963

 

Von 1982 bis 1988 studierte Irene Fastner Kunsterziehung, Kunstgeschichte und Volkskunst in Passau und München, dann absolvierte sie ein Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Helmut Sturm und wurde Meisterschülerin. Nach zahlreichen Arbeitsaufenthalten im Ausland lebt und arbeitet sie nun in München und ist Mitglied der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft. Den Kunstpreis des Europäischen Frauenforums erhielt sie 2007. Im Zentrum ihres Schaffens steht die Frau. Ursprünglich und authentisch mit einem Rückgang zum Primitivismus überzeugen ihre Werke durch starke Ausdruckskraft und symbolische Farbigkeit. Irene Fastner hat ihren eigenen unverwechselbaren Stil gefunden, unbeirrt vom herrschenden Zeitgeschmack.


Zwieseler Glastage

16. Juli bis zum 3. Oktober 2020

Das Waldmuseum Zwiesel veranstaltet im Jahr 2020 eine Internationale Glaskunstausstellung mit dem Thema:

IN 80 TAGEN UM DIE WELT

Außergewöhnlich und besonders, international und vernetzend. Unter diesen Attributen soll die für den Zeitraum vom 16. Juli bis zum 3. Oktober 2020 vorgesehene Sonderausstellung und Internationale Glaskunstausstellung „In 80 Tagen um die Welt“, welche im Rahmen der Zwieseler Glastage stattfindet, stehen.

5 Kontinente – 195 Staaten – 6500 Sprachen – eine Erde. Glaskünstler aus aller Herren Länder sind dazu eingeladen an dieser Ausstellung teilzunehmen und einen kleinen Teil ihrer Welt für 80 Tage ins Waldmuseum zu bringen. 

Jedes Land hat seine Historie und jeder Glasschaffende seine individuellen Geschichten. Diese persönliche Auseinandersetzung historischen Begebenheiten, Traditionen und eigenen Erfahrungen, zu Hause und in der Welt, sollen das zentrale Thema dieser Ausstellung sein. Von jedem Teilnehmer individuell künstlerisch ausgedrückt und gestaltet. Grenzen werden den jeweiligen Kunstschaffenden dabei nicht gesetzt. Geschichte und Ästhetik werden so zu einer Einheit verschmolzen und das heutige Selbstverständnis fließt mit ein und verleiht dem Kunstwerk Persönlichkeit.

In all diesen Ländern ist auch die Tradition des Glases historisch gesehen zu unterschiedlichen Zeitpunkten verankert. Die ägyptische ist hierbei eine der ältesten, dort wurde bereits vor über 2500 Jahren Glas hergestellt. Spannend, was heutige Glaskünstler aus Ägypten schaffen und wie sie sich in ihrer Tradition wiederfinden.

Jules Vernes Reise um die Welt ist heute, durch unseren Fortschritt und Mobilität, noch schneller zu bewerkstelligen. Die globale Vernetzung lässt Grenzen überwinden, es sind Reisen möglich ohne fortgehen zu müssen. 


Waldmuseum - 07.02.2019

Sonderausstellung "Flügel zum Idealen" - Siegfried Schriml

30.03. - 03.10.2019

Vom 30. März bis 3. Oktober 2019 präsentiert das Waldmuseum/ Kulturzentrum Zwiesel erstmals das Gesamtwerk des akademischen Künstlers und Zwieseler Bürgermedaillenträgers Siegfried Schriml (14. März 1927 – 11. September 2016) mit dem Titel "Flügel zum Idealen". Die ausgestellten Werke des Künstlers zeichnen sich durch eine große Vielfalt an Materialien und Techniken aus. Seine Malereien, seine Plastiken, Grafiken und Emailarbeiten beflügeln die Fantasie der Betrachter.

Das Waldmuseum lädt Sie herzlich dazu ein Ihr Lieblingsmotiv unter den vielen schönen Exponaten zu finden. Wir sind gespannt, was Sie in den Werken sehen und freuen uns auf den Austausch mit Ihnen.

"Flügel zum Idealen"
Siegfried Schriml (14. März 1927 – 11. September 2016)
Sonderausstellung im Waldmuseum Zwiesel
30. März 2019 – 3. Oktober 2019

Winterurlaub

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